Provenance
Medailleur*in, Entstehungsdatum - ? (1); […] (2); Ernst Alfred O’Swald (22.03.1861 Hamburg - 10.01.1929 Hamburg), Hamburg, ? - 10.01.1929 (3); Vererbt an Ehefrau Helene Antonie O’Swald, (geb. Haller, 18.06.1866 - 19.11.1949), Hamburg, 10.01.1929 - 19.11.1949 (4); Überreicht von dieser und gelagert in der Hamburger Kunsthalle, Hamburg, 1930 - 1965 (5); Von dieser inventarisiert als Geschenk, 1965 (6).
1) Siehe Objekt.
2) Bislang unbekannte Provenienzen.
3) Die Medaille war Teil der Medaillen- und Plakettensammlung Ernst Alfred O’Swalds (Hamburg 22.03.1861 - 10.01.1929 Hamburg), Hamburger Kaufmann und Politiker, Sohn des Kaufmanns Albrecht Percy O’Swald (Hamburg 17.09.1831 - 25.03.1899 Kiel) und der Pauline Marianne O’Swald (geb. Ruperti, Hamburg 17.08.1838 - 24.03.1887 Schloss Johannisberg am Rhein) sowie Neffe des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters William Henry O’Swald (Hamburg 23.08.1832 - 07.05.1923 Hamburg). Ernst Alfred O’Swald war unter anderem Teilhaber der familiengeführten Importfirma Wm O’Swald & Co. Ebenso war er Mitglied der Baudeputation, der Finanzdeputation und der Hamburgischen Bürgerschaft, als Mitglied der Fraktion der Rechten.
Wann Ernst Alfred O’Swald begann, Medaillen zu sammeln, ist heute nicht bekannt. Laut Helene Antonie O’Swald, sei die Plakettensammelei eine spezielle Liebhaberei Ernst Alfred O’Swalds gewesen, der unter dem Einfluss von Alfred Lichtwark, erster Direktor der Hamburger Kunsthalle von 1886 - 1914, gesammelt hätte. Die Sammlung fokussierte sich auf die deutsche und französische Medaillenkunst des späten 19. sowie des frühen 20. Jahrhunderts. Nach Ernst Alfred O’Swalds Tod im Jahr 1929 ging die Sammlung an seine Ehefrau über.
Siehe hierzu: Historisches Archiv Hamburger Kunsthalle (HAHK): 127-56.6, Slg. 505 Geschenke in Kunstwerken O-Qu, Toni O’Swald.
4) Helene Antonie O’Swald (geb. Haller, Hamburg 18.06.1866 - 19.11.1949 Hamburg) war die Tochter des Architekten Martin Haller (Hamburg 01.12.1835 - 25.10.1925 Hamburg) und der Luise Antonie Haller (geb. Schramm, Hamburg 20.04.1846 - 01.10.1925). Helene Antonie O’Swald war unter dem Namen Toni O’Swald bekannt. Sie zählte 1916 zu den Gründerinnen der Sozialen Frauenschule & Sozialpädagogischen Instituts. Darüber hinaus war sie auch im Finanzausschuss des Vereins tätig. Neben ihren Tätigkeiten im sozialen Bereich, schrieb sie Gedichte und Kinderbücher. Sie erbte die Medaillen- und Plakettensammlung ihres Ehemannes, sammelte jedoch selbst nicht.
Siehe hierzu: ebd.
5) Frau Toni O’Swald sendete die Sammlung im September 1930 an die Hamburger Kunsthalle, wo der Erhalt von 96 Medaillen und Plaketten bestätigt wurde. Von da an gelangten einige Stücke der Sammlung nach und nach in den Bestand der Hamburger Kunsthalle. 1930 schenkte Toni O’Swald der Kunsthalle sieben Medaillen (Inventarnummer M-1930-15 bis M-1930-21). 1949 gelangten weitere neun Stücke als Geschenk in die Sammlung der Kunsthalle (Inventarnummer M-1949-9 bis M-1949-17), so auch dieses. Da andere Stücke der Sammlung O’Swald für die Kunsthalle nicht von Interesse waren, einigte man sich sowohl 1930 als auch 1949 mit Frau O’Swald auf die Verwahrung der Sammlung in der Kunsthalle. Zudem sollten die nicht als Schenkung angenommenen Stücke für Frau O’Swald veräußert werden, was jedoch nie geschah. Von 1930 bis 1965 lagerte die Sammlung, darunter dieses Stück, in der Kunsthalle.
6) Nachdem Frau O’Swald 1949 verstorben war, inventarisierte die Hamburger Kunsthalle 1965 die übrigen 86 Medaillen und Plaketten der Sammlung O’Swald als Geschenk. Die Inventarisierung als Geschenk geschah, obwohl Frau O’Swald die Stücke lediglich zur „eventuellen Ausstellung oder Sammlung“ (siehe: ebd.) an die Kunsthalle überwies, diese jedoch nie explizit schenkte. Demnach gab Toni O’Swald nur die 1930 und 1949 inventarisierten Stücke explizit als Geschenk an die Hamburger Kunsthalle ab.
Siehe hierzu: ebd.; Inventar Skulpturen und Plastik Inv. Nr. 1951/16 - 1971/37, S. 95-119.
Die Kunsthalle ist momentan im Kontakt mit Nachfahren Helene Antonie O'Swalds, um die Eigentumsverhältnisse zu klären.
Status: ungeklärt, unbedenklich.
Stand: 25.11.2024 Marlene Knut.
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